Benetseder nach 2. Etappe noch im Bergtrikot

Tuesday, Juli 6, 2010 Mit einem Traumstart von Josef Benetseder begann für das Team Vorarlberg-Corratec am Sonntag, den 4. Juli, die 62. Internationale Österreich-Rundfahrt.


Der 27-jährige Oberösterreicher startete gleich nach dem Beginn der 158 km langen Etappe von Dornbirn nach Bludenz eine Soloflucht. Der Burgenländer Christian Pavitschitz und der Italiener Donato Cannone nahmen die Verfolgung auf. Gemeinsam konnte das Trio einen Vorsprung von über sieben Minuten auf das Feld herausfahren. Unterwegs gewann Benetseder zwei Bergwertungen und eine Sprintwertung, und übernahm somit das Bergtrikot.



Erst nach der ersten von drei Zieldurchfahrten in Bludenz drückten vor allem die Fahrer von HTC-Columbia im Feld aufs Tempo. Rund 20 km vor dem Ziel wurde Benetseders 130 km lange Flucht vom Feld beendet. Es kam zur Sprintentscheidung, die der Sprint-Dominator des Vorjahres, der Deutsche André Greipel (3:38:38) vor dem Engländer Ben Swift und dem Amerikaner Graeme Brown für sich entschied.



Als bester Fahrer des Team Vorarlberg-Corratec klassierte sich der Deutsche René Weissinger im Sprint auf Platz acht. Clemens Frankhauser wurde als bester Österreicher Vierzehnter.



In der zweiten Etappe ging es für das Peloton aufs Kitzbüheler Horn. Frankhauser ging im Trikot des besten heimischen Fahrers an den Start, Josef Benetseder im Trikot des besten Kletterers, das er erfolgreich verteidigen konnte. „Das Bergtrikot ist das schönste im Peloton und ich wollte es unbedingt noch einen Tag länger behalten", so der Allrounder. Nachdem er die erste Bergwertung des Tages in Imst für sich entschied, platzierte er sich auf Rang 81.



Den Sieg holte sich der Italiener Riccardo Ricco (4:24:22), der erst vor kurzem eine zweijährige Dopingsperre beendet hatte, und schlüpfte damit ins gelbe Trikot des Gesamtführenden. Rang zwei ging an seinen Landsmann Emanuelle Sella, Rang drei an den Spanier Sergio Pardilla. Achter, und damit bester Österreicher, wurde Stefan Denifl.



Eine starke Vorstellung lieferte auch der Schweizer Kapitän des Team Vorarlberg-Corratec, Reto Hollenstein. Der 24-Jährige erreichte das Ziel auf Platz 14.



Am Mittwoch wartet auf die Athleten eine 134,5 km lange Bergetappe von Kitzbühel nach Lienz. „Eine schwere Etappe, die von einigen unterschätzt werden wird", meint Morscher, Manager von Team Vorarlberg-Corratec.