Der Polar EnergyPointer

03/01/2011

Deutschland 2011 - In allen Sportarten führt nur ein gezieltes und kontrolliertes Training zu den angestrebten sportlichen Zielen. Die

am häufigsten von Freizeitsportlern genannten Ziele sind Steigerung der Fitness, Verbesserung der Gesundheit, Fett- und Stressabbau. Um ein bestimmtes Trainingsziel zu erreichen, muss das Training so gestaltet werden, dass die Belastungsintensität angemessen und abwechslungsreich ist. Eine einfache und objektive Möglichkeit,

die individuelle körperliche Belastung beim Training einzuschätzen und zu kontrollieren, ist die eigene Herzfrequenz als Feedback des Körpers.

Mit Hilfe des Polar EnergyPointer kann für jede Trainingseinheit die optimale Herzfrequenz-Grenze bestimmt

werden. Der EnergyPointer (eine Funktion der Polar FT40) bestimmt den persönlichen Übergang zwischen Fettstoffwechsel- und Fitnesstraining. Liegt die Herzfrequenz im Bereich des Fettstoffwechseltrainings, liegt der Trainingseffekt eher im gesteigerten Stoffwechsel, einhergehend mit einer gesteigerten relativen Fettverbrennung

liegt der Vorteil in der Verbesserung der kardiovaskulären Fitness.

Die Intensität, bei der die Fettoxidation ihr Maximum erreicht hat, ist bei einem gesundheits-, gewichts- und ausdauerorientierten Programm von zentraler Bedeutung.

Der EnergyPointer® legt die individuellen Zielzonen zum Fettstoffwechseltraining fest und trägt zu einer Fitnessverbesserung bei.


Hintergründe des EnergyPointer® und des Fettstoffwechsel- & Fitnesstrainings

Mit der Polar FT40 werden individuelle Bereiche des Fettstoffwechsel- und Fitnesstrainings ermittelt. Zur

Orientierung dient der EnergyPointer®. Zur Bestimmung wird neben der Herzfrequenz (Hf) zusätzlich die

Herzfrequenz-Variabilität (heart rate variability, HRV), also die (Un-) Gleichmäßigkeit der Zeitabstände aufeinanderfolgender Herzschläge gemessen. Zusätzlich beeinflussen persönliche Eigenschaften, wie Alter, Geschlecht, Körpergröße, Gewicht, HFmax und VO2max die Ermittlung des EnergyPointer.

Training bei niedriger Intensität fördert die Fettoxidation und trägt zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens bei. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass es signifikante Unterschiede in Bezug auf die Fähigkeit der Fettverbrennung während körperlicher Belastung gibt. Moderate bis hohe Belastungen führen zu einem gesteigerten Stoffwechsel, insbesondere die Verstoffwechselung von Kohlehydraten. Hoch intensives Training trägt zur Entwicklung einer ausgeprägten Fitness bei. So ist für eine optimale Trainingsanpassung eine vorübergehende Überbelastung nötig. Das Hauptcharakteristikum des EnergyPointer ist die individuelle Definierung der Grenzen zwischen dem Bereich des Fettstoffwechseltrainings und der des Fitnesstrainings.



Wissenschaftlicher Hintergrund der Herzfrequenzvariabilität

Wie auch schon bei der OwnZone®, werden die Werte zur Bestimmung des Fettstoffwechsel- bzw. Fitnessbereichs unter anderem auf Grundlage der Herzfrequenzvariabilität unter steigender Belastung ermittelt.

Das Abfallen der Herzfrequenzvariabilität steht in einem direkten Zusammenhang mit der Abnahme der Parasympathikusaktivität.

Die Herzfrequenz-Variabilität ist ein sehr sensibler und individueller Parameter, der den Zustand des vegetativen Nervensystems widerspiegelt.

Eine ausgeprägte HRV spricht für einen gesunden, leistungsstarken Organismus, der sich auf wechselnde Umstände schnell einstellen und entsprechend reagieren kann.





Abb. 1: Darstellung variierender Abständen aufeinanderfolgender Herzschläge

Beide Anteile des vegetativen Nervensystems, Sympathikus und Parasympathikus, beeinflussen die momentane Ausprägung der Herzfrequenz-Variabilität. Die beiden Komponenten des vegetativen Nervensystems sind immer im Gleichgewicht und zu wechselnden Teilen aktiv. Während der Sympathikus, der aktivierende Teil des Nervensystems, bei Stress und körperlicher Aktivität in den Vordergrund tritt, was sich anhand der

eingeschränkten bis nicht mehr vorhandenen HRV darstellt, überwiegt der Parasympathikus, wenn der Körper in Ruhe ist; in diesem Fall ist die HRV stark ausgeprägt.

Die Ausprägung von Herzfrequenz und Herzfrequenz-Variabilität lässt einen guten Rückschluss darauf zu, welcher Teil des vegetativen Nervensystems gerade überwiegend aktiv ist.

.

Anhand dieser Zusammenhänge kann bestimmt werden, ab welcher Intensität ein Trainingsreiz auch trainingswirksam ist: solange der Parasympathikus aktiv ist (HRV ist noch vorhanden) hat der Körper noch die Möglichkeit, sich zu erholen. Erst wenn der Sympathikus überwiegt (HRV geht gegen Null), reicht die

Intensität aus, um eine Ermüdung auszulösen, d. h. einen angemessenen Trainingsreiz zu setzen.



Abbildung 2: Absinken der HRV auf ein Plateau bei zunehmender Belastungsintensität

Die HRV geht bei einer Belastungsintensität von durchschnittlich 65% der maximalen Herzfrequenz (HFmax) gegen Null.

Der EnergyPointer basiert neben der Herzfrequenzvariabilität, auf den persönlichen Angaben und der Herzfrequenz bei zunehmender Belastung. Der Punkt, an dem die höchste Fettflussrate stattfindet (abhängig von Person und Trainingseinheit) wird verwendet, um den Übergang zwischen Fettverbrennungs- und Fitnesszone zu

kennzeichnen. Dieser Punkt korrespondiert im Durchschnitt mit 69% der HFmax.

Aus Anwendersicht ist die Nutzung des EnergyPointer wie folgt zu verstehen. Bewegt man sich im Bereich des Fettstoffwechseltrainings, so wird im Display der zuvor ermittelte EnergyPointer angezeigt. Nutzt man diese Funktion das erste Mal, so werden die persönlichen Daten zur Ermittlung herangezogen. Wird auf Grundlage der

Herzfrequenzvariabilität aber festgestellt, dass der Punkt der optimalen Fettflussrate bald erreicht oder gar überschritten wird, wird die Anzeige neu berechnet dargestellt.



Was sind die Vorteile des EnergyPointer?

Die Förderung des Fettstoffwechsels spielt, unabhängig davon, ob es sich um gesundheitsorientierten oder leistungsorientierten Sport handelt, eine entscheidende Rolle. Der EnergyPointer kann in den Bereichen des gesundheitsbewussten, des gewichtsorientierten und im ausdauerorientierten Training angewandt

werden.

Positive Veränderungen bei der Fettverbrennung sind in Bezug auf die Reduzierung von körperlichen Störungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus, dienlich. Eine gesteigerte körperliche Aktivität führt, in Kombination mit einer gesundheitsbewussten Ernährung, zu einer Gewichtsreduzierung. Steht bei der körperlichen Betätigung das gewichtsorientierte Training im Vordergrund, so ist meist die Fettreduzierung das spezifische Ziel. Die Leistungsfähigkeit eines Menschen in Bezug auf seine Ausdauerfähigkeit steht in Abhängigkeit zur Mobilisierung und Verbrennung von Fettreserven. Diese Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Energiebereitstellung

kann durch ein gezieltes Training erreicht werden.

Um optimale Verbesserungen im Bereich der Fitness zu erreichen, ist es ebenso wichtig in höheren Intensitäten zu trainieren. Trainiert eine Person in der Fitnesszone, beispielsweise bei moderater und hoher Intensität, so verbessert sich das gesamte Herzkreislaufsystem. Ein Training in der Fitnesszone hat andere Einflüsse auf das

körperliche Wohlbefinden als etwa ein Training, welches ausschließlich im Bereich des Fettstoffwechseltrainings stattfindet. So findet eine verbesserte Sauerstoffversorgung für den vorübergehend erhöhten Sauerstoffbedarf der arbeitenden Muskulatur statt, eine veränderte Durchblutung, eine veränderter Blutdruck und auch eine gesteigerte Transpiration. Langfristige Anpassungen eines Trainings sind beispielsweise, dass die Veränderung der Blutgefäße zu einer gesteigerten Flexibilität führen und der kapillare Blutstrom zu den Muskeln verbessert wird. Des Weiteren erfolgt

eine Stärkung des Herzmuskels, speziell im linken Ventrikel, was wiederum zu einem vergrößerten Schlagvolumen führt.

Zusammengenommen führen diese Trainingsanpassungen zu einer Leistungssteigerung und -optimierung, einer verringerten Ruheherzfrequenz und Belastungsherzfrequenz.



Einsatz des Polar EnergyPointer

Die Ermittlung des EnergyPointer erfolgt für jede einzelne Trainingseinheit, um eine langsame kontinuierliche Steigerung der Belastung durchzuführen. Sie eignet sich besonders dann, wenn das Trainingsumfeld oder die Art des Trainings sich geändert haben, beziehungsweise dann, wenn man sich nicht sicher ist, in welcher physischen und mentalen Verfassung man sich im Augenblick befindet.

Der EnergyPointer eignet sich, ähnlich zur Polar OwnZone®, gut um Schwankungen der Leistungsfähigkeit zu erkennen und einen effektiven Trainingsreiz in der richtigen Herzfrequenz-Zielzone setzen zu können.

Um den EnergyPointer bestimmen zu können, ist es wichtig, dass zunächst in den Basiseingaben die persönlichen Einstellungen (Gewicht, Größe, Geburtstag und Geschlecht) vorgenommen werden.

Während des Trainings zeigt der Polar FT40 die optimale Trainingsintensität für einen optimaleren Fettstoffwechsel oder für eine Verbesserung der Fitness an. Die Intensitäten können je nach physischer und psychischer Tagesform variieren.

Beginnt die Aufzeichnung der FT40, wird die körperliche Verfassung analysiert und die Intensität entsprechend angepasst.

Die Ermittlung der Herzfrequenzvariabilität ist denkbar einfach und kann problemlos in das Warm-Up integriert werden. Sie findet im Hintergrund der Display-Ansicht statt und wird nicht gesondert angezeigt. Wird der belastungswirksame Bereich erreicht, wird der EnergyPointer durch eine vertikal gestrichelte Linie (Trennung der Fettstoffwechsel- und Fitness-Intensitätszone) dargestellt. Der EnergyPointer der zu Beginn angezeigt wird, beruht bei der erstmaligen Ermittlung auf den persönlichen Angaben. In den folgenden Trainingseinheiten wird, bis der tagesabhängige trainingswirksame Bereich ermittelt worden ist, zunächst der zuvor berechnete Wert angezeigt.



Trainingstipps

Möchten Sie Ihr Gewicht reduzieren, so sollten die Trainingseinheiten im Bereich der Fettstoffwechselszone liegen und eine Mindestdauer von 30-60 Minuten haben. Je länger die Dauer ist, desto höher ist auch der

Energieverbrauch und insbesondere auch der Fettverbrennungsanteil. Die verbrannten Fettkalorien werden nach

dem Training in der Zusammenfassung angezeigt.

Bei körperlicher Leistung liegen die Energiequellen in Kohlenhydratspeichern und Fettdepots. Je nach Trainingsintensität variiert der Anteil des Fettstoffwechseltrainings. Bei Fett handelt es sich um die konzentrierteste Energiequelle - sie benötigt bedeutend weniger Platz als Kohlenhydrate. Fettspeicher sind im

Gegensatz zu Kohlehydratspeichern sehr groß und können so über einen sehr langen Zeitraum Energie liefern.

Kohlehydrat-Speicher dagegen sind nach einiger Zeit intensiver Körperarbeit erschöpft.

Es gibt verschiedene Faktoren (Intensität, Dauer & Ernährungszustand) der Belastung, die die Art desEnergiestoffwechsels bestimmen.

Steht ausreichend Sauerstoff zu Verfügung, werden Kohlenhydrate und Fette vollständig zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut. Je intensiver die Belastung, desto mehr Kohlenhydrate, je weniger intensiv die Belastung und je besser der Ausdauertrainingszustand ist, desto mehr Fette werden zur Energiegewinnung herangezogen.

Je länger die Belastungsdauer ist, desto eher verläuft die Energiebereitstellung aerob, d.h. die Energiebildung bei hoher Intensität geschieht vorwiegend durch den aeroben Abbau von Glykogen. Bei zunehmender Belastungsdauer werden die Kohlehydratspeicher aufgebraucht, d.h. hochintensive Ausdauerbelastungen sind

durch die Größe der Glykogenspeicher begrenzt. Bei Belastungsdauern steigt die Fettoxidation an und hilft wertvolle Kohlehydratspeicher zu schonen.

Bei dem Fettstoffwechseltraining handelt es sich um den Bereich mit dem größten Anteil an verstoffwechselten Fetten (g/Min), soll heißen, dass hier der größte Reiz zur Verbesserung des Fettstoffwechsels stattfindet.

Ein optimales Fettstoffwechseltraining für Fitness-, bzw. Freizeitsportler (Dauer 45-90 Minuten) liegt bei 60-70% der maximalen Herzfrequenz (HFmax) (höchste Fettflussrate bei 61,5% der HFmax nach Venables et al., 2005).

Zu Beginn der Einheit, wenn die Belastung noch gering ist, ist der Kalorienverbrauch niedrig und anteilig gesehen kann jedoch relativ viel Fett verstoffwechselt werden. Je intensiver die Belastung wird, desto höher wird der Kalorienverbrauch. Der Fettverbrauch steigt bis zu einer gewissen Belastung und fällt dann bei weiterer

Steigerung der Belastung wieder ab.

Um die kardiovaskuläre Fitness zu verbessern, werden drei bis vier wöchentliche Einheiten in der Fitnesszone empfohlen. Die Dauer sollte bei 20 bis 40 Minuten pro Einheit liegen (Freizeit- und Fitnesssportler). Je besser die persönliche Fitness ist, desto höher muss der Trainingsreiz gesetzt werden, damit eine Steigerung der Fitness möglich ist.



 



Einschränkungen des Polar EnergyPointer

Der Polar EnergyPointer wurde für erwachsene, gesunde Menschen entwickelt und entsprechend validiert. Gibt es ärztliche Belastungsempfehlungen im Rahmen von Krankheiten oder Medikamenten, so sind diese auf jeden Fall zu beachten.

Kinder reagieren auf körperliche Belastung anders als Erwachsene. Ihr vegetatives Nervensystem lässt nach dem momentanen Untersuchungsstand der Sportwissenschaft noch keine eindeutigen Aussagen über die angemessene Trainingsintensität zu.

Bei älteren gesunden Menschen (ab 65 Jahren) sollte die Funktion des EnergyPointer nur dann eingesetzt werden, wenn der Gesundheitszustand in regelmäßigen Abständen medizinisch überprüft wird.

Für Menschen, mit chronischen Erkrankungen / Medikamenten, die die Herzfrequenz oder den Blutdruck beeinflussen, kann der EnergyPointer nur als eine Orientierung verstanden werden, jedoch nicht zur eigentlichen Bestimmung der Trainingsintensität. In diesen Fällen kann die Herzfrequenz-Variabilität keinen genauen Hinweis auf einen effektiven und sicheren Trainingsbereich geben, da sie durch Erkrankung oder

Medikation (stark) verändert sein kann. Hier sollte die Trainingsempfehlung ausschließlich durch den Arzt

erfolgen, der im Optimalfall eine Leistungstestung durchgeführt hat.



 





Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Karen Siems

PR

Polar Electro GmbH Deutschland

Hessenring 2

64572 Büttelborn

Tel: 06152-9236-836, 06152-9236-837

Email: Karen.siems@polar.fi





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