5. Int. Symposium Herzfrequenzvariabilität und Satellitensymposium

Tuesday, November 23, 2010


HRV als sensibler Marker zur Feinabstimmung der Trainingsbel



Am 29. und 30. Oktober 2010 fand an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) das 5. Internationale Symposium zur Herzfrequenzvariabilität statt. Im Mittelpunkt des von Prof. Dr. Kuno Hottenrott, vom Department Sportwissenschaft, veranstalteten Symposiums standen dabei die Themenfelder Gesundheitsförderung, Trainingssteuerung und Biofeedback. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem Satellitensymposium zum Thema „Training und Therapie in künstlicher Höhe". Beide Veranstaltungen waren mit 150 bzw. 170 Teilnehmern sehr gut besucht.



Hauptredner des HRV-Symposiums waren PD Dr. med. Hans Dieter Esperer aus Magdeburg, der zum Thema „Autonome Fitness" aus physiologischer Sicht referierte und anschaulich die komplexen autonomen Regulationsvorgänge erläuterte. Zusätzlich stellte Esperer heraus, dass „Autonome Fitness" eine prognostische Bedeutung für gesundes Altwerden hat. Prof. Dr. Kuno Hottenrott aus Halle beleuchtete das Thema aus sportwissenschaftlicher Perspektive und unterstrich die Bedeutung der „Autonomen Fitness" für die Gesundheitsförderung und die sportliche Aktivität. Der neue Begriff „Autonome Fitness" geht über eine kardio-respiratorische Fitness hinaus. Hottenrott zeigte auf, dass neben einer normalen Herzfrequenzvariabilität und Herzfrequenzdynamik, Anpassungsfähigkeit, Selbstregulation, Systemkopplung, Herzkohärenz und Entspannungsfähigkeit wesentliche Merkmale der autonomen Fitness sind. „Autonome Fitness" ist nach Hottenrott eine Voraussetzung, um gesund Sport zu treiben und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Die Stärkung physischer Gesundheitsressourcen und die Verminderung von Risikofaktoren erfordert ein auf die individuelle Belastbarkeit abgestimmtes Herz-Kreislauf-Training. Aktuelle Studien zeigen, welchen Input hierzu ein HRV-kontrolliertes Training leisten kann. Auch in der Steuerung eines leistungssportlichen Trainings nimmt die HRV zunehmend einen festen Platz ein. Sie fungiert als sensibler Marker der Individualisierung und Feinabstimmung der Trainingsbelastungen. Auch Polar nutzt bereits die Herzfrequenzvariabilität, um das Training noch individueller zu gestalten und interpretierbar zu machen. Die einzigartigen Funktionen der Polar Trainingscomputer wie die OwnZone, OwnIndex, OwnCal, OwnOptimizer, OwnRelax, um nur einige zu nennen, basieren auf der HRV.



Rückblick:

Die bisherigen vier Internationalen Symposien zur Herzfrequenzvariabilität, die 2001 in Marburg sowie 2003, 2005 und 2008 in Halle stattgefunden haben, zählten jeweils zwischen 180 und 330 Teilnehmer und wurden alle durch Prof. Dr. Kuno Hottenrott geleitet.

Das Auditorium setzt sich zusammen aus einer großen Zahl von Sportwissenschaftlern, Sportmedizinern, Kardiologen, Psychologen, Sporttherapeuten, Personal-, Fitness- und Leistungssporttrainern

Weitere Infos unter www.hrv-sport.de