Das deutsche Skilanglauf-Team vor dem Weltcup in Russland

Thursday, January 24, 2008


Der Skilanglauf Weltcup im russischen Rybinsk gilt für die Mannschaften als weiterer wichtiger Test für die bevorstehenden Weltmeisterschaften. Bei den Herren kann auch René Sommerfeldt wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen. Die Sprunggelenksverletzung von Sommerfeldt stellte sich glücklicherweise als doch nicht so schlimm heraus, wie zunächst vermutet. René war beim Volleyballspiel umgeknickt und musste zuletzt im Weltcup pausieren.





„Nachdem ich mit Fieber aus der Tour de Ski aussteigen musste, konnte ich erst einmal acht Tage gar nicht trainieren. Dann wollte ich in Otepää wieder einsteigen und habe mir den Knöchel vertreten. Alles in allem lief es also die letzte Zeit nicht so ganz nach Plan.

Als ich am Mittwoch dann erfahren habe, dass doch kein Band gerissen ist, habe ich mich am Donnerstag aber gleich wieder in den Skatingstiefel gezwängt. Frei nach dem Motto: "Nur die Harten kommen in den Garten". Außerdem war das wie ein Druckverband und den hätte ich eh tragen müssen.

Mittlerweile hat die Farbe meines linken Fußes von blau-grün auf schwarz gewechselt. Aber sonst geht es eigentlich ganz gut. Ich bin auf alle Fälle mal froh, dass ich in Rybinsk mal wieder zwei Rennen hintereinander laufen kann. Was allerdings dabei heraus kommt, muss man sehen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wo ich stehe.“ So beschreibt René Sommerfeld die momentane Situation.

Nach Auswertung aller Untersuchungen wurde eine Zerrung der Bänder im linken Sprunggelenk festgestellt. Sommerfeldt wird also mit Angerer, Filbrich, Göring, Reichelt, Teichmann und Werzl in Rybinsk wieder starten können.





Bei den Damen melden sich Katrin Zeller (SC Oberstdorf) und Claudia Nystad (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) nach überstandenem grippalen Infekt wieder gesund und werden ins Weltcupgeschehen wieder eingreifen können.  Auch Steffi Böhler (SC Ibach) kehrt nach ihrem Trainingsblock ebenfalls wieder zur Mannschaft zurück.

Damit muss Bundestrainer Behle in Russland nur auf Manuela Henkel verzichten, die noch immer an den Folgen eines Faserrisses der Bauchmuskulatur laboriert und erst seit einigen Tagen wieder ins Training eingestiegen ist.





Bundestrainer Jochen Behle zeigt sich durchaus positiv gestimmt:

„Ich bin natürlich froh, dass wir zum ersten Mal seit langer Zeit wieder mit voller Mannschaftsstärke zu einem Weltcup reisen können. Außerdem können wir nach Otepää feststellen, dass sich unsere Überlegungen, noch einmal einen längeren Trainingsblock bei dem einen oder anderen einzubauen, richtig und notwendig waren. Mit Blick auf die WM wollen wir nun natürlich in Rybinsk schon gerne eine Fortsetzung dieses positiven Trends sehen.

Bei den Damen wird Nicole Fessel voraussichtlich nur den Sprint und ein Distanzrennen bestreiten. Katrin Zeller verzichtet hingegen auf den Sprint und läuft nur auf den längeren Strecken und bei allen anderen gehe ich davon aus, dass sie an allen drei Wettbewerben in Russland teilnehmen.

Bei den Herren planen wir im Sprint mit Josef Wenzl. Über die längeren Distanzen haben wir fünf Startplätze zur Verfügung, so dass wir hier jeweils einen Athleten pausieren lassen werden. Wer das dann sein wird, entscheiden wir kurzfristig vor Ort. Glücklicherweise ist die Verletzung von René nun doch nicht so tragisch, so dass er im Training bereits wieder relativ gut zurecht kommt. Jetzt hoffen wir, dass er auch im Rennen nicht mehr allzuviel von der Zerrung merkt“, so die Planungen für die bevorstehenden Wettbewerbe.





Die WM – Vorbereitungen fest im Blick fliegt die Mannschaft schon am Montag wieder zurück, um noch einen Vorbereitungslehrgang zu absolvieren. Als letzten Test vor der WM starten die deutschen Langläufer beim Weltcup in Valdidendro.