Susan Dietrich über ihren 2. Ironman

Tuesday, July 26, 2011


Ich möchte mich bei allen für die Unterstützung beim Ironman bedanken.

Ich wollte meine Zeiten vom Vorjahr verbessern. Da das Frauenfeld sehr gut besetzt war, habe ich mir über Platzierungen im Vorfeld keine Gedanken gemacht und gehofft, dass ich unter den ersten 15 Frauen bin. 
Insgesamt war das Rennen für mich härter als das im letzten Jahr, weil ich dieses mal nicht mehr so euphorisch und positiv überrascht von allem war und ja meine eigenen Erwartungen erfüllen wollte. Ich denke aber, dass ich ein solides Rennen gezeigt habe.

Das Schwimmen habe ich für meine Verhältnisse ganz gut hinbekommen. Ich bin nie alleine geschwommen und konnte mich an einer gelben Badekappe vor, bzw. neben mir orientieren und ein kontrolliertes Tempo schwimmen. Der Sandberg zur Wechselzone war für mich nahezu der härteste Streckenabschnitt im gesamten Rennen ;-) !
Das Wetter von Sonntag ist zwar nicht unbedingt mein Lieblingswetter, aber mit Trikot, Armlingen, Weste und genügend Gels war ich gut gerüstet.

Da es ja erst mein 2. Ironman war, hatte ich noch ziemlichen Respekt und wollte nicht überzocken. Beim nächsten Mal muss ich wahrscheinlich aggressiver / taktischer oder einfach nur härter Rad fahren... Ich habe zwischendurch gemerkt, dass man wirklich deutlich schneller sein kann, wenn man sich visuell und mental an jemanden dranhängt. Da ich aber Angst vor dicken Beinen und Energiemangel auf der Laufstrecke hatte, bin ich mein "zügig-Wohlfühltempo" gefahren. Die zweite Radrunde war trotzdem zäh und ich konnte mich nicht so richtig konzentrieren.


Beim Laufen war ich auf das schlimmste eingestellt, weil ich davor noch am meisten Respekt habe. Dann lief aber alles nach Plan und ich habe mir (in der 3. Runde) gesagt, dass ich doch mal langsam anfangen könnte mich zu freuen anstatt Angst zu haben. Und so bin ich dann irgendwann in den Zielkanal eingebogen, habe meine Zeit gesehen (9:28:08) und war total zufrieden und gleichzeitig natürlich vollkommen k.o.!

Gestern habe ich viele Zeiten vergleichen um meine Leistung einzuordnen und dabei habe ich Lust bekommen mich weiter zu verbessern, an meinem Training zu tüfteln und so weiter.

In den nächsten Tagen werde ich mich aber erst mal richtig ausruhen und eine Menge Zwetschgenkuchen essen ;-)

Liebe Grüße, Susan



Quelle: Susan Dietrich