SkyRun Berlin

Monday, June 20, 2011 400 Meter Anlauf, 770 Stufen und 39 Stockwerke sind die schlichten Fakten des SkyRun auf das Hotel Berlin Alexanderplatz. Die heutige Auflage haben Thomas Dold und Sylvia Jacobs gewonnen, teilweise um Sekundenbruchteile.


Das Rennen startete wie im Vorjahr auf dem Alexanderplatz. Durch die Bar „Alexoase" ging es dann am Gebäude entlang und rauf auf die Stufen. Genug Anlauf für manche, um sich schon vor den Stufen zu verausgaben. Dann wurde es sicher ein noch intensiveres Rennen. Denn wenn die Leichtigkeit des über die Stufenfliegens schon auf den ersten Stockwerken fehlt, wird der Kampf gegen jede Stufe extrem hart und lang. Daher kommt dann sicher auch die häufige Einstufung des Treppenlaufens als Extrem-Sport.



Wer jedoch genug Kraft hat, die Leichtigkeit des Hinauffliegens bis zum Schluss durchzuhalten, der erreicht in Berlin das Ziel recht zügig. Die Schnellsten haben es wieder unter 4 Minuten geschafft. Das bedeutet, das Startstück abgezogen, einen Schnitt von über vier Stufen pro Sekunde.



Im Einzelstartsystem sind die über 200 Teilnehmer alle 30 Sekunden gestartet. Die Schnellsten am Ende. So sollten faire Bedingungen geschaffen werden, dass der Schnellste auch der Gewinner ist. In der Sechsten Auflage war das bereits zum sechsten Mal Thomas Dold. Der ebenfalls sechsfache Gewinner des Empire State Building Run Up's erreichte auch in diesem Jahr nach dem Sieg im Februar in New York auch den Sieg an Pfingsten in Berlin. Im Fernduell gewann er mit nur 0,65 Sekunden Vorsprung vor dem Polen Piotr Lobodzinski. Dritter wurde Matthias Jahn aus Hessen in 3:39,67 Minuten. "Es war dieses Jahr wieder mal sehr knapp. Aber ich bin überglücklich, dass ich auch diesen Lauf gewinnen konnte."



Auch in der Frauenwertung war es sehr eng. Nur 2 Sekunden Vorsprung hatte Silvia Jacobs aus Berlin vor der 20 Jahre jüngeren Julia Evangelist aus Österreich (5:15,81 Minuten). Dritte wurde die Frankfurterin Kerstin Sewczyk in 5:20,98 Minuten.



Für den Schwarzwälder Thomas Dold gehen somit 2 Wochen zu Ende, die erfolgreicher nicht hätten sein können. 3 Starts, drei Siege. Von extrem steil und lang in Taipeh, bis zum Speedrennen in Berlin. Es war alles dabei. Nur eines blieb immer gleich, seine Platzierung. Überhaupt ist die Bilanz des aktuellen Jahres markellos. 4 Treppenlaufstarts und genauso viel Siege. Dazu hat er noch einen Weltrekord über 10 Kilometer Rückwärtslaufen aufgestellt in 40:58 Minuten. "Aber auch wenn es unglaublich gut läuft und ich gerne noch mehr Rennen machen würde, werde ich nun erst mal die Beine hochlegen", erklärt Dold das Regenerationsprogramm der nächsten Wochen. Der Körper braucht Erholung. Bevor er im Herbst wieder richig fit sein will, hat er für den Sommer ein AlternativProgramm, mit Vorträgen, Seminaren und kleinen Läufen. Ein außergewöhnliches Regenerationsprogramm, genau wie die Erfoge.


Quelle: www.run2sky.com