Hawaii ruft – die Ironman WM

Thursday, October 1, 2009


Es sind noch fast zwei Wochen bis zum wichtigsten Rennen des Jahres für alle Triathleten. Die Ironman
Weltmeisterschaften auf Hawaii versprechen neben Kult und dem außergewöhnlichen Ambiente auch in diesem Jahr wieder ein spannendes Rennen an der Spitze.



Insbesondere darf man gespannt sein, wie die deutschen Athleten auf Hawaii abschneiden werden. Die meisten Profi-Triathleten haben die lange Reise ins Triathlon-Mekka bereits hinter sich, um sich rechtzeitig den klimatischen Bedingungen anzupassen, sich vom Jetlag zu erholen und genügend Zeit für Streckenbesichtigungen und den letzten Feinschliff in Sachen Material zu holen.



Auch die Deutsche Kathrin Pätzold hat sich Anfang der Woche auf den Weg gemacht. Bei den Weltmeisterschaften vor zwei Jahren wurde sie mit einem vierzehnten Platz in der Gesamtwertung überraschend beste Deutsche. Zwei Wochen vor dem Rennen zeigte sie sich nervös, aber optimistisch: „Ich habe so gut trainiert, wie noch nie zuvor. Den letzten Feinschliff holte ich mir beim letzten Trainingscamp vor einer Woche im Club La Santa auf Lanzarote. Das Klima, Wind und Wellen sind mit den Bedingungen auf Hawaii ein wenig vergleichbar. In der Trainingsgruppe von meinem Trainer Ralf Ebli waren auch ein

paar Jungs vom Commerzbank-Team, das hat wirklich noch einmal einen Schub gegeben. Wichtig auch, dass mein Trainer selbst vor Ort sein konnte und so direkt Einfluss auf mein Training nehmen konnte. Aber Hawaii hat seine eigenen Gesetze, momentan bin ich einfach angespannt und aufgeregt.“



Auch Ralf Ebli, der die deutsche Triathlon-Hoffnung für Hawaii, Timo Bracht, trainiert, hat die lange Reise auf sich genommen, um sich die Gegebenheiten vor Ort anzusehen und seinen Athleten spontan und kurz vor dem Rennen letzte Tipps geben zu können. Für die nötige Motivation sorgen die Athleten selbst. Der Ironman auf Hawaii ist schließlich der Höhepunkt des Jahres.



Neben Timo Bracht zählt auch Jan Raphael zu Eblis Schützlingen. Jan konnte sich beim Ironman in Neuseeland schon frühzeitig für Hawaii qualifizieren. Beim Frankfurter Ironman erwischte der Hannoveraner einen schlechten Tag, konnte dann aber gezielt und ohne Verletzungspech sein Training absolvieren und beim Viernheim-Triathlon mit einem dritten Platz hinter Timo Bracht überzeugen. Jan trainiert konsequent nach Herzfrequenz und vertraut seit einem hartnäckigen Infekt, der ihn 2008 lange Zeit außer Gefecht setzte, eher dem RS800CX als dem Gefühl.



Wenn Urgestein Hannes Blaschke von Hannes Hawaii Tours in Koona wieder die Banner hisst und auch POLAR die vielen Altersklassen-Athleten begrüßt, die mit der Qualifikation für das wichtigste Ironman-Rennen des Jahres sich einen Traum erfüllen, dann steigt die Anspannung bei Zuschauern und Athleten.



Eine dieser Athletinnen ist Dörte Siebke aus Hamburg. Gemäß ihrem Motto “Be strong, go with your heart and believe in yourself because anything is possible!”, vertraut auch die Duathlon-Weltmeisterin von 2008 seit diesem Jahr auf das POLAR Top-Modell RS800CX. Das letzte Vorbereitungsrennen verlief für die Lehrerin, die für den Ironman von ihrem Arbeitgeber frei gestellt wurde, vielversprechend. Den Inseltriathlon in Ratzeburg konnte die Hamburgerin gewinnen und vielleicht wird sie den neunten Platz in ihrer Altersklasse von 2007 in diesem Jahr noch toppen können.



Es wird also heiß hergehen am 10. Oktober, wenn der Startschuss in der Kailua-Bay erfolgt und die Athleten sich in die Wellen stürzen, gnadenlose 180 Kilometer mit Blick auf die Lava-Felder in gleißender Sonne absolvieren und am Ende eines langen Tages nach 42,195 Kilometern entlang des Ali Drives endlich das Ziel erreichen. Wer wird also beim wichtigsten Rennen des Jahres am Ende die Nase vorn haben? Für die vielen deutschen Teilnehmer heißt es: Daumen drücken!