Frankfurt-Marathon: Neuer Streckenrekord, Weltrekord knapp verpasst

Monday, October 26, 2009 Mit über 12.000 Teilnehmern verzeichnete der diesjährige Frankfurt-Marathon einen neuen Teilnehmerrekord. Streckenrekord lief der Sieger in der Männerkonkurrenz. Gilbert Kirwa aus Kenia benötigte 2:06:14, die Siegerin in der Damenkonkurrenz Agnes Kiprop (2:26:57) verpasste einen neuen Streckenrekord nur knapp. Nachdem das Rennen entschieden war, konzentrierte sich das Medieninteresse auf die sehbehinderte Läuferin Michaela Kummer aus Calw, die einen neuen Weltrekord auf der Marathonstrecke laufe wollte.



Mit 3:20:43 verpasste die für den VFL Ostelsheim startende Hobbyläuferin den Weltrekord in der Klasse der Sehbehinderten nur knapp. Auf der ersten Streckenhälfte von ihrem Mann begleitet, lief sie konstant auf Weltrekordkurs, am Ende der 42,195 Kilometer fehlten die entscheidenden Körner. „Das Wetter war perfekt zum Laufen und ich bin wirklich glücklich, heil ins Ziel gekommen zu sein" zeigte sich Michaela Kummer wenig enttäuscht über den verpassten Weltrekord. „Ich werde im nächsten Jahr einen neuen Versuch starten und Timo hat seine Unterstützung bereits wieder zugesagt" schaute sie kurz nach dem Rennen schon wieder nach vorne.

Ab der zweiten Hälfte wurde sie von Timo Bracht begleitet. Auch POLAR-Mitarbeiter Benny Götz hatte sich kurzfristig entschlossen, Michaela zu unterstützen. Eigentlich als backup für die Übertragung der Herzfrequenzdaten während der HR Live-Sendung, versuchte er den Weg die sehbehinderte Läuferin frei zu halten.



Als bester Deutscher lief Steffen Justus mit einer Zeit von 2:18 auf Gesamtplatz 24 ins Ziel. Wie schon bei seinem Sieg beim München- Marathon im letzten Jahr vertraute der erfolgreiche Triathlet als Pacemaker auf seinen RS800CX.



Für das POLAR-Team endete auch der 28.Frankfurt-Marathon sehr erfolgreich, da alle TeilnehmerInnen gesund und munter das Ziel in der Frankfurter Festhalle erreichten. Neben Benny Götz, der mit 3:20 seinen erst zweiten Marathon absolvierte, zeigten sich vor allem die POLAR-Damen in der Bankenmetropole am Main. Schnellste Frau war Beate Wenzel mit 3:36h, dicht gefolgt von Vanessa Scholz in 3:43h. Gritt Liebing erzielte trotz ihrer Teilnahmen beim Transalpine Run und Keep on Running St. Wendel mit 4:10h persönliche Bestzeit. Ulrike Heesemann-Burger komplettierte ein erfolgreiches Abschneiden des POLAR Damen-Teams mit ihrer Zeit von 4:43h. Flotten Laufschrittes absolvierte auch die Damen-Staffel in der Besetzung Franziska Kochen, Daniela Diez, Julia Froböse und Kathrin Witteborg in einer Gesamtzeit von 3:43h die Marathondistanz.