Pech für Martin Schmitt beim Skisprung-Weltcup in Willingen

Monday, February 9, 2009


Nach dem ersten Durchgang sah es für Martin Schmitt noch sehr gut aus. Mit einem großen Satz und guten Haltungsnoten fand sich Schmitt auf dem fünften Platz wieder. Doch leider hatte die „deutsche Hoffnung“ in Willingen keine optimalen Bedingungen beim zweiten Durchgang und musste sich schließlich mit dem sechzehnten Platz zufrieden geben. „Der Sprung hat von Anfang an nicht gepackt. Ich habe gespürt, dass der Wind mein System zerstört hat. Ich will der Jury keinen Vorwurf machen, aber man hätte eine kleine Pause machen können“, sagte Schmitt ein wenig enttäuscht.  Für die anderen deutschen Springer lief es in Willingen alles andere als gut. Severin Freund landete auf Platz 24, Christian Ulmer auf Rang 26. Stephan Hocke und Michael Neumayer verpassten auf den Plätzen 31 und 33 knapp das Finale der besten 30.



Dominiert wurde das Willinger Skispringen vom Österreicher Skisprungstar Gregor Schlierenzauer, der den Skisprung-Weltcup zum Auftakt der TelDaFax FIS Team Tour in Willingen gewinnen konnte. Auf den Plätzen zwei und drei  landeten der Schweizer Simon Ammann und der Japaner Noriaki Kasai.



Bundestrainer Werner Schuster unterstrich, dass seine Truppe hoch motiviert nach Willingen gekommen sei und großen Sport habe bieten wollen. „Jetzt geht es weiter nach Klingenthal“, kündigte der Österreicher Wiedergutmachung an. Das Team-Springen am Samstag hatte Österreich mit nur 1,7 Punkten Vorsprung auf Norwegen gewonnen. Das deutsche Quartett mit Schmitt, Neumayer, Hocke und Freund war hinter Finnland auf Platz vier gelandet. Die TelDaFax FIS Team Tour wird im sächsischen Klingenthal fortgesetzt. Am Dienstag steht die Qualifikation, am Mittwoch eine Einzel-Konkurrenz auf dem Programm. Die Tour endet am 14./15. Februar mit zwei Skifliegen (Einzel und Team) in Oberstdorf.



Kurz nach dem Willinger Weltcup wurde bekannt, dass Michael Uhrmann für die weiteren Wettbewerbe in Klingenthal und Oberstdorf ausfällt. „Wir nehmen ihn komplett raus, er wird erst bei den Weltmeisterschaften wieder zur Mannschaft stoßen. Er wäre gerne gesprungen, aber wir haben Vernunft walten lassen, denn die Zeit bis zur WM ist ohnehin knapp“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.