facebook instagram pinterest search twitter youtube whatsapp linkedin thumbup
Mann analysiert seine Schlafqualität

Das autonome Nervensystem und der Einfluss von Schlaf

Das autonome Nervensystem (ANS oder auch vegetatives Nervensystem) ist der Teil unseres Nervensystems, dessen Funktionen zum größten Teil unbewusst ablaufen. Aber, das heißt nicht, dass es für uns unmöglich ist, es zu beeinflussen – positiv sowie negativ. Ein wichtiger Baustein, der einen extrem positiven Einfluss auf das autonome Nervensystem hat, ist ein guter Schlaf.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten die Qualität des Schlafs zu überprüfen. Eine davon ist es, nachts eine Pulsuhr zu tragen, die die Parameter aufzeichnet, die einen Einfluss auf das ANS (autonomes Nervensystem) haben.

Bei den Polar Pulsuhren ist es die Nightly Recharge Funktion, welche dich morgens über den Status deines autonomen Nervensystems informiert. Das heißt in der Praxis, dass deine Pulsuhr dir jeden Morgen deinen aktuellen ANS-Status anzeigt.


Was der ANS-Status bedeutet, wie du ihn interpretierst und wie du dein vegetatives Nervensystem positiv unterstützen kannst und welchen Einfluss es für dich hat, besprechen wir in diesem Beitrag.

Wenn du morgens aufwachst und deinen Schlaf mit Nightly Recharge™ überprüfst, hast du dich sicher schon gefragt, was der ANS-Status bedeutet. Du siehst, dass deine Polar-Uhr die Herzfrequenz, Atemfrequenz und viele andere Funktionen während des Schlafs misst. Anhand dieser Daten kannst du die Entwicklung deines ANS-Status beobachten und je nach positiver oder negativer Entwicklung entsprechende Veränderungen vornehmen.

Was ist das autonome Nervensystem bzw. vegetative Nervensystem?

Das autonome Nervensystem ist Teil des peripheren Nervensystems (PNS), das alle Nerven außerhalb des zentralen Nervensystems (ZNS) umfasst. Das PNS ist für die Verbindung des ZNS mit allen Gliedmaßen, Organen und der Haut verantwortlich. Dieses Nervensystem erstreckt sich bis in die Extremitäten.

Alle automatischen Körperfunktionen wie Atmung und Herzschlag werden durch das autonome Nervensystem (ANS), auch bekannt als das unwillkürliche Nervensystem, gesteuert. Wir sind uns dieser Vorgänge in unserem Körper nur selten bewusst, doch sie laufen oft wie ein Uhrwerk ab. Das macht unser ANS so wichtig.


Das autonome Nervensystem reguliert einige sehr wichtige Funktionen

  • Körpertemperatur
  • Produktion von Schweiß, Speichel und anderen Körperflüssigkeiten
  • Verdauung
  • Stoffwechsel
  • Elektrolytgleichgewicht
  • Herzschlag
  • Blutdruck
  • Atemfrequenz (Atmung)
  • Pupillenreaktion (Augen)
  • Sexuelle Reaktionen
  • Emotionale Reaktionen

Das autonome Nervensystem und seine Unterteilung

Viele der oben genannten Funktionen werden von drei verschiedenen Bereichen des ANS geregelt

Das sympathische Nervensystem

Es ist für die schnelle, unwillkürliche Reaktion auf stressbedingte oder gefährliche Situationen zuständig. Wenn sich also der Herzschlag beschleunigt, die Pupillen sich weiten oder es zu einer  „Kampf- oder Flucht“-Reaktion kommt, ist das vom autonomen Nervensystems aktiviert.

Das parasympathische Nervensystem

Es führt den Körper nach einer Stresssituation wieder in seine „normale“ Funktionsweise zurück und ist auch für alle „Ruhe- und Verdauungsfunktionen“ verantwortlich: z. B. eine verringerte Herzfrequenz und eine erhöhte Speichel- und Sekretproduktion.

Das enterische Nervensystem

Dieser Anteil des vegetativen Nervensystems wird auch als intrinsisches Nervensystem bezeichnet. Sein maschenartiges Netz von Neuronen innerhalb der Wände der Verdauungsorgane steuert das Verhalten des Magen-Darm-Trakts.

Schlaf und das autonome Nervensystem (ANS)

Was haben Schlaf und unser autonomes Nervensystem miteinander zu tun? Nun, der Schlaf ist eine Zeit, in der das parasympathische Nervensystem unseres Körpers aktiviert wird. Es hilft uns dabei uns auszuruhen und uns zu erholen sowie die Reaktion des sympathischen Nervensystems zu verringern. Dieses Gleichgewicht zwischen dem parasympathischen und dem sympathischen Nervensystem ermöglicht es unserem Körper, sich physiologisch zu regenerieren. Damit sind wir besser auf den nächsten Tag vorbereitet.

Wenn es uns schwerfällt, uns zu entspannen und unseren Geist zu beruhigen, dann haben wir oft Probleme beim Einschlafen. Unser Herz kann rasen, unsere Gedanken machen uns Stress und wir bekommen wenig oder gar keinen Schlaf. Wenn dies geschieht, kämpft unser sympathisches Nervensystem um sein natürliches Gleichgewicht mit dem parasympathischen Nervensystem. Natürlich kommen Schlafstörungen bei uns allen gelegentlich vor und sollten erstmal kein Grund zur Sorge sein.

Wenn der Schlaf nicht kommen will, kann sich das autonome Nervensystem nicht erholen

Aber was ist, wenn dieser Zustand der Schlaflosigkeit regelmäßig auftritt? In diesem Fall können die Überaktivität des Geistes und die Unruhe des Körpers dazu führen, dass du dich nachts nicht richtig erholst. Das wiederum führt auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen, körperlich und auch psychisch. In diesem Fall ist es wichtig eine „Unterstützung“ für das sympathischen Nervensystem zu finden.
Dabei sind es schon oft die kleinen Dinge, wie die richtige Umgebung für den Schlaf zu schaffen. Z.B. Licht und Lärm im Schlafraum reduzieren, die Nutzung von Handy oder Tablet verringern oder eine Schlafmeditation ausprobieren. Meditationen zur Verbesserung der Einschlafphasen senken nachweislich den Spiegel der Stresshormone im Körper. Atem und Herzschlag werden ruhiger, die Muskulatur entspannt sich immer mehr und man gleitet in die nächste Schlafphase.

Was bedeutet der ANS-Status der Nightly Recharge™ Funktion von Polar?

Wer morgens seinen Nightly Recharge™-Status überprüft, dem fallen zwei separate Kategorien auf: der ANS-Status und der Schlafstatus. Die Ergebnisse beider Messwerte werden kombiniert, um dir eine aussagefähige Nightly Recharge-Bewertung zu geben (z. B. „gut“ oder „vermindert“). Damit bekommst du die Möglichkeit eine fundierte Entscheidung darüber zu treffen, wie sehr du dich an diesem Tag belasten möchtest. Sei es in sportlicher Hinsicht oder generell im Alltag. Basierend auf deinem Nightly Recharge™-Status gibt dir Polar außerdem täglich personalisierte Tipps zu Bewegung, Schlaf sowie zur Regulierung des Energieniveaus. Damit ist es möglich dein autonomes Nervensystem optimal zu unterstützen.

Schlafstatus + ANS-Status = eine umfassende Schlafanalyse

Der Schlafstatus bezieht sich auf die Menge und Qualität deines nächtlichen Schlafs. Es handelt sich um eine klassische Schlafmessung, bei der die Ruhestunden und die Schlafzyklen gemessen werden. Sie werden mit den vorangegangenen 28 Tagen verglichen, um zu sehen, wie gut du dich ausgeruht hast.
Die Ermittlung des ANS-Status ist detaillierter. Hier spielen z.B. die Herzfrequenzvariabilität oder das Schlag-zu-Schlagintervall des Herzens eine tragende Rolle.
Die Kombination dieser beiden Anteile der Schlafanalyse macht die Nightly Recharge™ Funktion von Polar so umfassend.

Polar Flow App

Polar Ignite und Polar Flow App mit Schlafanalyse

Wer noch tiefere Einblicke in seinen Schlaf bekommen möchte, der findet sie in der Polar Flow App. Unter anderem findet man hier die genaue Verteilung der verschiedenen Schlafphasen oder Schlafunterbrechungen sowie den entsprechenden prozentualen Anteil an der Gesamtschlafmenge. Wer unter Schlafproblemen leidet, kann auch hier schon Anhaltspunkte für die Gründe finden. Z. B. laute Umgebungsgeräusche oder eine ungünstige Raumtemperatur.

ANS-Status und das autonome Nervensystem

Der ANS-Status ermittelt, wie gut sich das autonome Nervensystem in den ersten Stunden des Schlafs beruhigt hat und vergleicht es mit dem üblichen Niveau in den vorangegangenen 28 Tagen. Durch die Messung der Herzfrequenz, der Herzfrequenzvariabilität und der Atemfrequenz – über den optischen Sensor von Polar an deinem Handgelenk -kann dein Gerät deinen ANS-Status berechnen. Diese Messungen werden während der ersten vier Stunden des Schlafs durchgeführt. Damit wird sichtbar wie sich dein System entspannt.

Die Herzfrequenz hat den größten Einfluss auf die Ermittlung des ANS-Status und die Atemfrequenz den geringsten.

Je höher der ANS-Status, desto besser hat sich das Herz-Kreislauf-System erholt. Erhöhte Herzfrequenz und verringerte Herzfrequenzvariabilität gelten als Anzeichen für eine schlechte Erholung. Im Gegensatz dazu gelten eine verringerte Herzfrequenz sowie eine erhöhte Herzfrequenzvariabilität als Zeichen für eine gute Erholung.

Hier findet ihr weitere wissenswerte Informationen rund um das Thema Schlaf

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, teile ihn, damit ihn auch andere finden können.

Bitte beachte, dass die Informationen in den Artikeln des Polar Blogs keine individuelle Beratung durch medizinische Fachkräfte ersetzen können. Bevor du ein neues Fitnessprogramm beginnst, hole ärztlichen Rat ein.

Willst du nichts verpassen? Melde dich für unseren Newsletter an und bleibe am Ball.