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Mountainbiking als Alternativ-Sport

Sebastian Kienle zur Herausforderung und Vorteilen des MTB

Was hat Mountainbike eigentlich mit Triathlon zu tun?


Profi-Triathlet Sebastian Kienle weiß es. Er schildert uns seine Eindrücke zur Herausforderung und Vorteilen des MTB. Zusätzlich hat er seine 3 besten Mountainbike-Tipps für Läufer und Triathleten im Gepäck.

In der Welt des Ausdauersports verschmelzen die Grenzen der einzelnen Sportarten immer weiter: Ist man Schwimmer, heißt das nicht, dass man nicht auch Läufer ist. Selbst die leidenschaftlichsten Radfahrer haben einen Halbmarathon auf ihrer Wunschliste.

Mountainbiking als Atlernative

In letzter Zeit setzt sich besonderes in der Triathlon- und Laufszene ein spezieller Trend durch.
Es klingt für manche erstaunlich, aber einige dieser Spitzensportler freunden sich mehr und mehr mit einer eher rauen Sportart an, dem Mountainbiken.

Die immer beneidenswert glattrasierten „Ausdauermaschinen“ tauschen ihre aerodynamischen Superbikes und die Race Flats gegen dicke MTB-Stollen – ab durch die Mitte auf den Trail, durch Pfützen und Schlamm.

Sebastian Kienle ist einer dieser Triathleten, die gerne die Räder tauschen. Er gehört zu den einflußreichsten und erfolgreichsten Triathleten der letzten Jahre.

Wer monatelang an eine strikte Trainingsroutine aus Schwimmrunden und Trainingsintervallen gebunden ist und beim Basis-Lauftraining das Hirn nur noch ausschalten möchte, der braucht Abwechslung.

Sich das Mountainbike zu schnappen, ist da eine super Alternative. Es geht nach draußen und eine nicht ganz so starr strukturierte Sportart wird in den Trainingsablauf integriert. Neben der Abwechslung zahlt das MTB auch gleich auf die Leistungen für den Triathlon ein.

Sebastian Kienle zur Herausforderung UND Vorteilen des MTB

Sebastian Kienle
Top-Triathlet Sebastian Kienle

Wir verlassen den Asphalt und gehen mit Sebastian ins Gelände. Wir erfahren, wie Moutainbiking das Ausdauertrainig ergänzt und warum dieser Sport für ihn nicht so beängstigend ist, wie viele Menschen annehmen.

Zusätzlich hat Sebastian noch TOP3 -Mountainbike-Tipps für Läufer und Triathleten!

Wo sind die Vorteile beim Mountainbiking für Läufer und Triathleten?

Für Athleten, die an Wettkämpfen teilnehmen, ist Mountainbiking ein erstklassiges Training. Das Handling von Seitenwinden wird verbessert und Downhill-Strecken werden trainiert. Kurvige Strecken sowie das Anfahren von Versorgungspunkten werden in das Training mit einbezogen. Im Winter ergänzen Mountainbike – oder Rad-Crosstraining das Indoor-Training.

Immer wichtig bei all den Vorzügen – der Spaß und die Abwechslung!
Kopf und Körper bekommen neue wichtige Reize und bleiben gut in Form. Abgesehen davon, verbessert es die Handhabung des Rads in unterschiedlichsten Situationen. Es kommt der allgemeinen Kraft zugute und ist ein effektives Intervalltraining.

Warum hast du mit dem Mountainbike angefangen?

Ich persönliche sehe das Moutainbiking in erster Linie spielerisch, nicht wirklich wie ein strukturiertes Training.

Wenn ich auf einem schmalen Pfad Downhill fahre und dabei nicht auf den Verkehr achten muß, fühle ich mich schnell. Beim Mountainbiken habe ich ein Gefühl der Freiheit. Es ist, als ob ich nicht per se trainiere, sondern einfach nur die Fahrt im Freien genieße.

Und ich bin bei diesem Sport genauso gerne als Fan dabei. Es ist egal, ob es sich um die Enduro-Welttour oder die UCI-Mountainbike-Weltmeisterschaft im Cross-Country oder Downhill handelt. Ich liebe es, Athleten zu beobachten, die superschwierige Dinge locker und leicht aussehen lassen.

Hattest Du schon mal Angst beim Mountainbiken?

Was ich zur Herausforderung und den Vorteilen des MTB sagen kann ist: Ich finde MTB weniger gefährlich als Rennradfahren – Autos sind viel gefährlicher als die Natur.
Ich habe es vor langer Zeit auf einem Trail zwar etwas übertrieben und mir beim Mountainbiking den Arm gebrochen. Grundsätzlich habe ich aber auf dem Mountainbike immer das Gefühl, die Kontrolle zu behalten. Beim Mountainbiken ist es meine eigene Entscheidung, welche Strecke ich wähle. Auf der Straße liegt mein Leben in den Händen eines anderen.

Mit welchen MTB-Herausforderungen warst du bisher konfrontiert?

Die größte Herausforderung ist es, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Das kennt man doch: Die verbrachte Trainingszeit auf dem MTB lässt zu wünschen übrig. Man ist einfach noch nicht genug im Gelände gefahren, aber denkt trotzdem : „Ich kann diesen Trail doch fahren“.

Was ist Dein Lieblings-Mountainbike-Trail oder – Rennen?

Die Strecken rund um Livigno sind sehr schön und variantenreich – da ist für jeden etwas dabei.
Ich bin noch nicht so viel Mountainbike-Rennen gefahren, aber ich denke, das BC Bike Race in Kanada steht auf meiner Wunschliste, genauso wie das Swiss Epic Rennen.

Kienles TOP3-Mountainbike-Tipps für Ausdauersportler

  • Fahre zunächst mit jemandem, der technisch besser ist als du und der bereit ist, dich zu unterstützen und dir gute Tipps gibt.
  • Lege Wert auf eine hochwertige Ausrüstung. Lass dich deshalb in einem guten Fahrradshop von Experten beraten. Die Reifen und eine gute Federung sowie ein guter Helm sind immens wichtig.
  • Fahre so viele Strecken wie möglich – das ist der einfachste Weg, die technischen Fähigkeiten zu verbessern.
    Oder um mehr Erfahrung in der Abfahrt zu sammeln, ist es eine gute Idee, in eine Destination zu fahren in der ein Lift vorhanden ist.

Sebastian Kienle

2014 bezwang Kienle die IRONMAN-Weltmeisterschaft als Sieger und finnishte unter anderem dreimal mit weiteren Plätzen auf dem Treppchen. Er holte bei den IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaften 2012 sowie 2013 jeweils eine Goldmedaille.

 

   

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Bitte beachte, dass die Informationen in den Artikeln des Polar Blogs keine individuelle Beratung durch medizinische Fachkräfte ersetzen können. Bevor du ein neues Fitnessprogramm beginnst, hole ärztlichen Rat ein.

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