Mallorca 2010 - Zur rechten Zeit am rechten Ort….

Tuesday, March 16, 2010 Uwe Herrmann ist Handbiker und bereitet sich jedes Jahr im Trainingslager auf Mallorca auf die Saison vor. Kilometer abspulen, damit Uwe für die Saison gut gerüstet ist. Wie die Triathleten und Radsportler muss auch Uwe Herrmann sich intensiv und konsequent vorbereiten, um seine Rennen erfolgreich absolvieren zu können. Sein Bericht gibt seine Eindrücke wieder. Zwei Wochen Mallorca, wie jedes Jahr.



Alle Jahre wieder, erst kommt die düstere Herbstzeit, dann der Winter. Am Ende dessen stehen zwei Wochen Mallorca. Viele endlos langweilige Rollen Kilometer mussten bis dahin abgespult werden und in diesem harten Winter war es nur Rolle. An eine Runde im Freien war bei der Kälte inklusive des vielen Schnees nicht zu denken. Die Motivation hoch zu halten, war mindestens genauso anstrengend, wie das Rollentraining an sich. Mallorca war immer vor Augen, man wollte nicht in kalter Hose dort landen. So lange einem die Zeit bis dahin vorkam, so schnell stand man doch wieder am Flughafen Frankfurt.



Am 19.02 um 6:35 Uhr hob der Flieger in Frankfurt ab und setzte um 8:45 Uhr in Palma auf. Die ersten Wetter Eindrücke aus der Luft versprachen schon mal Positives. Gleich nach Ankunft nahm uns Bikefriends Chef Dieter Schon persönlich in Empfang und wies uns den Weg zum Anhänger zum Verladen der Räder. Danach Mietwagen holen und ab ging es in Richtung Playa de Muro. Die Augen mussten sich erst einmal völlig umgewöhnen. Sattes Grün, anstatt dem matten Weiß….



Im Hotel angekommen, das übliche Prozedere wie Zimmer beziehen, Bikes ausladen, zusammen bauen und Einkaufen. Als es endlich zu ersten Asphaltberührung kam, hatte sich der Himmel zugezogen und es begann zu regnen. Immerhin standen am Abend schon 8,7 Kilometer auf der Uhr….



Die nächsten Tage machte das schlechte Wetter einen großen Bogen um Deutschlands beliebtestes Ferienziel. Es wurde immer sonniger und wärmer, so war der Wind ohne Probleme zu verkraften. Die täglichen Trainingskilometer wurden stetig gesteigert. Von täglich 61 über 63, 77 bis zu 104 Kilometer in den ersten 7 Tagen. In der zweiten fast ausschließlich sonnigen Woche lagen die Distanzen meist jenseits der 80 Kilometer.



Die Pulswerte passten sich schnell den Belastungen an. Mit einem Polar CS 600 inkl. GPS-Sensor, hat man alles Griff und abends eindrucksvoll sichtbar über die ProTrainer Software auf dem Laptop. Die Ausdauer und Kraftausdauerwerte entwickelten sich prächtig. Moderate Werte am Berg und schnelle Erholung in der Abfahrt. Da kam man mit einem 165 Puls oben an und unten standen schnell wieder 70 auf der Uhr.



Effektives Training im Norden Mallorcas um die Ortschaften Muro, Sa Pobla, Pollenca, der Bucht von Cala St. Vicenc, Campanet, Sineu oder Inca. Und wie jedes Jahr, war der wunderschöne Marktplatz von Petra eines der beliebtesten Ziele. Nach einem doppelten Espresso oder Milchkaffee ging es über die landschaftlich eindrucksvolle 7 Hügel Strecke zurück Richtung Hotel. Am Abend galt es am leckeren Buffet die Speicher wieder aufzufüllen und anschl. ggf. ein Bier bei Matthias gegenüber.



Ganz schnell war schon wieder der 5. März und der Rückflug stand an. Die zwei Wochen vergingen wie im Flug. Jetzt erst einmal Regeneration und an die Kälte und die ungeliebte Rolle gewöhnen. Der Winter wird hoffentlich bald loslassen und dem Frühling Platz machen.