Top-Platzierungen für deutsche Treppenläufer

Tuesday, June 1, 2010


Beim sechsten Taipei 101 Run Up musste sich der beste deutsche Treppenläufer, Thomas Dold, der Weltelite geschlagen geben. Nach 2.046 Stufen, 91 Stockwerke fehlten Dold am Ende nur 19  Sekunden auf den Sieg.



Beim Treppenlaufklassiker in Taipeh benötigte Thomas Dold 11:28 Minuten und wurde hinter Marco di Gaspari aus Italien und Jonathan Wyatt aus Neuseeland Dritter. „Bis Stockwerk 50 war ich noch ganz gut in der Zeit und habe auch noch einen guten Rhythmus gehabt. Das Problem in Taiwan: dann beginnt eigentlich erst das Rennen“, erklärt Dold völlig erschöpft im Ziel. „Die Treppe schenkt einem keinen Zentimeter und speziell zum Schluss ist es absolut kein Zuckerschlecken mehr“, weiß der nun schon zum sechsten Mal startende Dold. 30 Minuten nach dem Lauf war er noch absolut erschöpft. Der Treppenlauf in Taipeh ist vermutlich der härteste Treppenlauf der Welt. Wer sich hier in die Siegerliste eintragen will, muss ein schier unüberwindbares Hindernis im Laufschritt überwinden. 390 Höhenmeter geht der Treppenlauf in den Himmel von Taiwan. Wer sich dabei unter den Schnellsten befindet, die sich die steilste Treppe unter den bekanntesten Run Ups empor schrauben, hat sich den Ruhm und die Ehre mehr als verdient. Das Schöne dabei ist, er kann sofort sehen, wofür er belohnt wird. Für die unglaubliche Kraftleistung ist das einmalige Panorama über die Metropole der Lohn.



Ebenso atemberaubend ging es beim höchsten Treppenlauf Europas zu. Auf den 1.344 Stufen verteilt auf 61 Etagen des Frankfurter Messeturms konnte sich Matthias Jahn gegen die starke internationale Konkurrenz behaupten. In 6:47 Minuten lag Jahn sieben Sekunden unter seiner bisherigen Bestzeit und hatte nur fünf Sekunden Vorsprung auf den Tschechen Viktor Novotny. Der Slowake Tomas Celko wurde Dritter. „Besonders glücklich bin ich, weil ich erst vor sechs Wochen mein Training komplett umgestellt habe und jetzt weiß: Es wirkt“, freute sich Jahn über seinen Sieg in Frankfurt.



In der Frauenkonkurrenz freute sich Anna Hahner über ihren Sieg und das Preisgeld, das wie beim Run Up in Taipeh sofort nach dem Rennen ausgezahlt wird. Die 20-jährige Leichtathletin benötigte für ihren Sprint an die Spitze des Frankfurter Messeturm 7:48 Minuten. Trotz ihres Erfolges versprach sie, ihren läuferischen Schwerpunkt weiterhin auf der Horizontalen zu setzen.