Experten-Tipp: Fit in der kalten Jahreszeit

Tuesday, January 12, 2010 Ganz besonders in der kalten Jahreszeit ist das richtige Aufwärmen wichtig. Die POLAR Experten sagen dir, wie du deinen Körper auf Temperatur bringst und wie du deinen Körper im Winter fit hältst. Heute mit Personaltrainer Ulf Gottsberger.


Ob Profi- oder Hobbysportler, jedes Training beginnt mit dem richtigen Aufwärmen. Indem die Körpertemperatur und die Herzfrequenz steigen und sich die Durchblutung erhöht wird unser Körper auf die darauf folgende Leistung vorbereitet. Durch diese verbesserte Muskelelastizität kommt es zu einer gesteigerten Aktivitätsbereitschaft, einem qualitativ hochwertigen Training steht somit nichts mehr im Wege.

Bei Ausdauersportarten ist normalerweise die Sportart selbst das Aufwärmen. Hier ist es wichtig, die Leistung mittels Herzfrequenz-Kontrolle langsam zu steigern, nach fünf bis zehn Minuten solltest du den gewünschten Trainingsbereich erreicht haben.

Die jeweiligen Muskelgruppen werden auch durch Dehnen nochmals aktiviert. Dieses kurze, durchblutungssteigernde Dehnen unterscheidet sich jedoch vom langanhaltenden Dehnen, welches in den Bereich des „cool down" fällt.



Training im Winterurlaub

Ausdauersportarten in der freien Natur ausgeübt sind regelrechte Stimmungsaufheller. Ganz egal, ob du mit der Familie Winterurlaub machst, Ski fährst oder rodelst, jede Sportart in der freien Natur hat ihr Besonderes. Wenn dir das jedoch nicht genug ist, dann nütze den Winterurlaub dazu neue Trainingsreize zu setzen, indem du Langlaufen gehst, die Schlittschuhe auspackst oder neue Trainingsstrecken erkundest.

Falls es soviel geschneit haben sollte, dass an ein normales Lauftraining nicht zu denken ist, machst du einfach ein Kraftausdauertraining daraus, indem du im richtigen Herzfrequenz-Bereich durch die Winterlandschaft stapfst. Wer das nicht möchte, sollte es zumindest mit Schneeschuhen ausprobieren. Die abgewandelte Ausdauereinheit wird garantiert zum unvergesslichen Naturerlebnis.



Diejenigen unter uns, die dem kalten Winter in wärmere Gefilde entfliehen, sollten nicht vergessen, dass der erste Tag mit oftmals über 30 Grad Temperaturunterschied bereits das Aufwärmprogramm für unseren Körper darstellt. Der zweite Tag sollte auch noch ruhig angegangen werden, damit du und deine Mitreisenden den restlichen Urlaub auch noch aktiv gestalten könnt.



Bei eisiger Kälte oder sommerlicher Hitze darf man nie auf ausreichende elektrolythaltige Flüssigkeitszufuhr vergessen, die bei Ausdauertraining unerlässlich ist!





Tipps kompakt

* Aufwärmen: Beginne dein Training langsam

* Ausdauer einmal anders: Ski fahren, Schneeschuhwanderung oder Winterspaziergang

* Ausdauertraining ist bei jedem Wetter möglich, sei kreativ!

* Flüssigkeitsaufnahme: Immer genug trinken.





Ulf Gottsberger ist ehemaliger Leistungssportler im Triathlon und Duathlon, Österreichischer Meister sowie EM- und WM-Teilnehmer. Als Personaltrainer - tätig in Wien - gibt er sein Trainingswissen weiter. Weitere Informationen: www.gottsberger.com