Auftakt zur Tour de Ski in Oberhof

Wednesday, December 30, 2009


Acht Rennen in zehn Tagen, das ist die Tour de Ski 2010, die am Neujahrstag mit dem Rennen in Oberhof startet. Statt Sekt wird es für die Langläufer des DSV in der Silvesternacht wohl eher bei Selters bleiben.



Denn am 31. Dezember steht in der Oberhofer Langlaufloipe das letzte Training vor dem Auftaktrennen an. „Unser Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr nicht auf der Tour. Wir werden deshalb von Tag zu Tag entscheiden, wie es im Einzelfall weitergeht, welche Taktik wir wählen und welche Ziele wir realisieren wollen“ gibt Bundestrainer Jochen Behle die Richtung an.



Wer bei den Herren auf einen Sieg in der Gesamtwertung setzt, ist sicherlich auf dem falschen Dampfer. In erster Linie geht es dem Bundestrainer um gute Platzierungen seiner Mannschaft. Bei den Damen wird der interne Kampf um die letzten Olympiatickets im Vordergrund stehen.  „In Richtung Podest sollte es schon gehen. Dann wäre auch das Olympiaticket endgültig gelöst – das ist ein weiteres Ziel für die Tage in Oberhof“ definiert Claudia Künzel ihre Zielsetzung. Künzel hatte in den letzten Wochen ein hartes Training hinter sich gebracht und hofft, vor allem beim heimischen Rennen in Oberhof, die Lorbeeren für die harte Arbeit zu ernten. Auch Evi Sachenbacher blickt Richtung Olympia: „Die Tour de Ski sehe ich in diesem Jahr vor allem unter dem Aspekt der 'Olympia-Vorbereitung'. Aber natürlich möchte in vor allem bei den deutschen Rennen gute Leistungen zeigen.“



Für Franz Göring kommt ein Einsatz beim Oberhofer Rennen noch nicht in Frage. Der 25-Jährige vom SCM Zella-Mehlis war Anfang November im Trainingslager in Muonio auf eisigem Untergrund ausgerutscht und hatte sich dabei einen Bänderriss zugezogen. Auch Josef Wenzl wird zunächst auf einen Start bei der Tour de Ski verzichten.



Für Tobias Angerer, Rene Sommerfeld und Axel Teichmann haben ebenfalls die Olympischen Spiele allerhöchste Priorität. Trotzdem werden die Langläufer vor allem beim Auftaktrennen um gute Platzierungen kämpfen. Renè Sommerfeld rechnet sich dabei sogar einen Platz unter den Top Ten aus. „Die Tour de Ski hat für mich auch in diesem Jahr einen hohen Stellenwert. Ich habe auf alle Fälle geplant, bis zum Ende durchzulaufen. Mehr noch: Wenn alles normal läuft, sollte auch ein Platz unter den Top-10 das Ziel sein. Ich rechne mir da schon wieder etwas aus. Angst, dass mir zum Saisonhöhepunkt dann unter Umständen die Luft ausgeht, habe ich eigentlich nicht. Ich komme mit den vielen Wettkämpfen normalerweise ganz gut zurecht“.



Welche DSV Athleten alle Rennen der Tour de Ski bestreiten werden, hängt von der Verfassung der einzelnen Athleten ab. Bundestrainer Jochen Behle rechnet vor dem Start mit jeweils sechs von neun Athleten, die sich am Ende im Gesamtklassement wiederfinden. Nach den Rennen in Oberhof macht die Tour de Ski noch in Prag (4. Januar) und Toblach (6. Januar) Station. Die Entscheidung über den Gesamtsieg dürfte beim letzten Rennen in Val die Fiemme  am 9. Januar fallen.