Die DSV-Biathleten vor der Biathlon WM in in Pyeonchang

Wednesday, February 11, 2009


Die Biathlon Weltmeisterschaften finden vom 13. Februar bis zum 22. Februar in Pyeongchang / Korea statt. Das deutsche Team geht nach einer abschließenden Phase der Trainingsvorbereitung in Antholz selbstbewusst in die WM-Woche.





Der Bundestrainer des Damen – Teams zeigt sich vor dem Start der WM positiv, auch wenn Erfolge nicht planbar sind. „Alles in allem denke ich, dass wir auf einem guten Weg sind und zuversichtlich nach Korea fahren können. Natürlich wollen wir – wie im Weltcup auch – möglichst in jedem Wettbewerb jemanden auf dem Podest haben. Aber so einen Erfolg wie vergangenes Jahr in Östersund kann man sicher nicht planen. Da müssen wir realistisch bleiben“, äußerte sich Uwe Müssiggang. Im Sprint genießen zunächst Martina Beck, Simone Hauswald, Andrea Henkel, Magdalena Neuner und Kati Wilhelm das Vertrauen, im Einzelrennen starten fix Wilhelm, Henkel und Beck. Vor Ort wird der Bundestrainer über die weitere Aufstellung entscheiden und kann somit vor Ort flexibel reagieren.





Für Magdalena Neuner und Kati Wilhelm sind die Ziele für die WM gesteckt. „Ich hoffe natürlich schon, dass ich in Korea dann in der Lage bin, wieder ganz vorne anzukommen. Eine Goldmedaille in einem Einzelrennen wäre super. Und, dass wir in der Staffel auch immer den Anspruch haben zu gewinnen, muss ich wahrscheinlich nicht extra betonen“, meinte Lena Neuner vor dem Abflug nach Korea. Auch Kati Wilhelm geht selbstbewusst und mit klaren Zielen an den Start: „Meine Ziele sind immer noch die gleichen wie zu Beginn des Jahres. Wenn man in diesem Jahr schon auf dem Podium war, dann ist das natürlich auch bei der WM das Ziel. Ich gehe mal davon aus, dass ich über alle Strecken laufen darf. Wenn es dann am Ende eine Einzelmedaille und eine mit de Staffel wird, wäre ich absolut zufrieden.“





Frank Ullrich, Bundestrainer der Herren weiß um die anspruchsvollen Strecken in Korea: „Motiviert und zuversichtlich gehen wir in die WM. Ich denke, die Bedingungen vor Ort werden eine ziemliche Herausforderung. Vor allem die Strecken sind sehr sehr hart. Diejenigen, die in diesem Winter schon in der Nähe oder sogar auf dem Podium gestanden haben, werden natürlich auch bei der Weltmeisterschaft einen Platz in diesen Regionen anstreben. Alles in allem würden wir uns freuen, wenn es uns gelingen würde, zwei Medaillen in den Einzelwettbewerben und eine mit der Staffel zu gewinnen. Das wird bei der derzeitigen Leistungsdichte schwer genug.





Für den  Newcomer der Weltcupsaison Arnd Pfeiffer ist es der erste WM Start. „Dass ich in diesem Jahr zum ersten Mal bei einer WM dabei sein kann, ist wirklich unglaublich. Das hätte ich vor wenigen Wochen niemals gedacht. Ich denke, ich werde auf alle Fälle wieder ein paar Erfahrungen sammeln – so oder so! Ich freue mich, dass ich dabei sein kann“, führt der Mannschaftsneuling aus.



Die Medaillenhoffnungen ruhen auf Michi Greis und Michael Rösch. Greis, der bis vor kurzem mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, konnte in den Vorbereitungswochen auf die WM wieder schmerzfrei trainieren und erhofft sich einen Platz unter den ersten drei. „Die Strecken in Korea kennen wir ja aus dem letzten Jahr. Und dass sie schwierig sind, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Dazu kommt, dass sie ziemlich unrhythmisch sind, ähnlich wie in Ruhpolding. Speziell im Verfolger bin ich vor zwölf Monaten ja ganz gut zurecht gekommen, wäre schön, wenn es heuer wieder in einem Einzelrennen mit einem Platz auf dem Podest klappt. Dazu noch eine Medaille mit der Staffel, dann wäre ich absolut zufrieden.“





Auch für Michael Rösch geht es in Korea um eine Top-Platzierung. Die meisten Chancen rechnet er sich im Verfolgungsrennen aus: „Im letzten Jahr lief es für mich mit Platz vier im Verfolger nicht so schlecht in Korea. Die Strecken liegen mir eigentlich ganz gut. Und ich hätte nichts dagegen, wenn es bei der WM wieder ein Platz in diesen Bereichen wird. Aber jetzt konzentriere ich mich erst einmal auf die ersten drei Einsätze. So langsam spüre ich schon das WM-Kribbeln.“





Für die Techniker des Deutschen Skiverbandes ist die Weltmeisterschaft in Korea mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden. „Pro Person sind maximal 70 Kilogramm Gepäck erlaubt “, erklärt Cheftechniker Björn Weisheit, „wir müssen deshalb genau überlegen, wie viel Material wir mitnehmen.“ Für die Athleten bleiben statt der üblichen 20 bis 30 Paar Ski damit im Schnitt nur fünf Paar Ski für kalte, mittlere und nasse Bedingungen. Insgesamt reisen die Techniker also mit rund 90 Paar Ski im Gepäck. Auch das sonstige Equipment wurde aussortiert. „Im Wesentlichen wird in Pyeongchang das Material zum Einsatz kommen, das sich zuletzt in Oberhof, Ruhpolding und Antholz bewährt hat. Aber natürlich müssen wir uns in den Tagen vor der WM auf die Bedingungen vor Ort einstellen“, erläutert Björn Weisheit.