Riccardo Ricco gewinnt Österreich Rundfahrt

Monday, Juli 12, 2010 Riccardo Ricco siegt bei der 62. Internationale Österreich-Rundfahrt. Der schwer angeschlagene Italiener, der beim Zeitfahren am Samstag in Podersdorf schwer gestürzt war, konnte seinen 38 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Sergio Pardilla trotz großer Schmerzen verteidigen. Den Sieg auf der Schlussetappe in Wien sicherte sich Rabobank-Profi Graeme Brown.



Gleich nach dem Start der 122,8 Kilometer langen Abschlussetappe von Podersdorf am Neusiedler See zum Wiener Burgtheater kam es zu zahlreichen Attacken. Vier Österreichern - Matthias Brändle (Footon-Servetto), Riccardo Zoidl (Arbö Gourmetfein Wels) und Dominik Brändle sowie Stefan Kirchmair vom Team Tyrol - gelang eine erfolgreiche Flucht und sie blieben bis Wien vorne.



Auf der vorletzten von zehn Runden auf der Ringstraße war es durch das hohe Tempo der Sprinterteams um die Spitzengruppe geschehen und so kam es zum dritten Massensprint bei der Österreich Rundfahrt, bei dem sich der Australier Graeme Brown durchsetzen konnte.



Ricco dritter italienischer Gesamtsieger

Nach Daniele Nardello 1997 und Maurizio Vandelli, der 1999 knapp vor Georg Totschnig gewann, holte sich Riccardo Ricco heute als dritter Italiener den Gesamtsieg bei der Österreich Rundfahrt.



Großer Erfolg für Benetseder

Den größten Erfolg seiner Karriere konnte Josef Benetseder von Vorarlberg-Corratec bereits vor zwei Tagen fixieren, als er sich nach einer langen Flucht das Bertrikot sicherte. „Dieses Trikot ist das schönste im gesamten Peloton. Seit dem Start der Rundfahrt war es mein Ziel, in diesem Trikot nach Wien zu fahren", so der Bergkönig der Österreich-Rundfahrt 2010, der das Trikot von Gesamtsieger Riccardo Ricco übernommen hatte. Die beste Mannschaft der Rundfahrt war das US-amerikanische Team Radio Shack vor Katusha.


Denifl bester Österreicher

Stefan Denifl vom Cervelo Test Team wurde als Siebenter mit 4:17 Minuten Rückstand bester Österreicher und wurde in der U25-Wertung Zweiter. Als zweitbester Österreicher schaffte es ein engagiert fahrender Matthias Brändle auf den 13. Platz.